Nicolas Hansmann: "Sonnenkammer"
Der längste Tag des Jahres im kultur.lokal.fürth
Am 21. Juni bespielt der Künstler Nicolas Hansmann mit der Ausstellung „Sonnenkammer“ das kultur.lokal.fürth. Mit der Lichtinstallation wird in einem 24 Stunden andauernden Event am Tag der Sommersonnenwende, dem längsten Tag des Jahres, eine sich ständig verändernde Raumerfahrung geschaffen, die gekonnt kontrastierend die für den Menschen fundamentalen Licht- und Lebensquellen gegenüberstellt: die Sonne und die Elektrizität. Die Sonne bestimmte einst maßgeblich das Leben der Menschen auf Erden. Zeit, Orientierung, der gesamte Lebensrhythmus wurde von einem Blick in den Himmel begleitet. Kein Wunder also, dass die Sonne zu einem zentralen Bestandteil des Alltags und vieler Glaubenssysteme wurde. Mit der Domestizierung der Elektrizität rückte ihre Bedeutung jedoch zunehmend in den Hintergrund. Heute leben die Menschen unabhängig vom Zyklus der Sonne, unter künstlichem Licht, das nie vergeht. In der Ausstellung „Sonnenkammer“ spürt der Künstler Nicolas Hansmann diesen zwei Licht- und Lebensquellen nach und stellt mit einer sich ständig verändernden Lichtinstallation, bestehend aus einem Scheinwerferlichtkegel, den Verlauf der Sonne am Himmel an diesem Tag und an diesem Ort nach. Dabei sieht Hansmann die Installation keinesfalls als Aufforderung zur Rückkehr zu einem romantischen Naturverständnis. Vielmehr wird bewusst durch die Nutzung einer künstlichen Lichtquelle unser Alltag in den Kontrast mit dem natürlichen Zyklus des Gestirns gestellt. Auch, um ein wenig den verlorenen Bezug zur realen Bewegung der Sonne in unserem Leben wieder spürbar zu machen. 24 Stunden lang wird am 21. Juni im kultur.lokal.fürth die Sonne scheinen. Im vollkommen abgedunkelten Raum folgt nur die Lichtinstallation der künstlichen Sonne dem Lauf ihres natürlichen Vorbildes. Dabei ist Nicolas Hansmann von 00:00 Uhr bis 23:59 Uhr vor Ort anzutreffen und freut sich, Besucher*innen einen Einblick in seinen künstlerischen Arbeitsprozess zu geben. Nicolas Hansmann (* 1999 in Köln), absolviert seit 2019 ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg unter Katja Eydel und Constand Dullaart. In seiner Kunst arbeitet Hansmann installativ, performativ, fotografisch oder mit Video. Dabei interessiert er sich für die Themen Rituale, Animismus, Biologie und Technologie.
Termine
- 00:00 - 23:59 Uhr
Altersempfehlung
Barrierefreiheit
Zugang ist nur im Erdgeschoss (Raum eins) barrierefrei , weitere Räumlichkeiten nur via Treppe erreichbar. Türbreite ist 1,27 Meter. Keine weiteren Unterstützungsangebote.