Marzia Di Carlo: „When Will I Be Enough?“
Eine Ausstellung im kultur.lokal.fürth
Wenn vom 31. Juli bis 4. August 2026 die Künstlerin Marzia Di Carlo das kultur.lokal.fürth mit der Ausstellung „When Will I Be Enough“ bespielt, wird der Ausstellungsraum zu einem Ort der Reflexion über das Selbst. Die Analyse von Tagebüchern und persönlichen Texten führt Di Carlo dabei zu der Frage: Wann werde ich genug sein? Im Zusammenspiel von Bildern und Texten tauchen in der Ausstellung intime Erzählstränge auf, die in emotionalen Erinnerungen verwurzelt sind. Das Erzählen ist dabei ein wesentlicher Bestandteil des kreativen Prozesses. Es entspringt Di Carlos Erfahrungen, erweitert sich jedoch durch Gespräche, Begegnungen und spontane Austauschmomente mit Freunden oder Fremden. Im Laufe des Lebens kann es jedem passieren, dass man sich unzulänglich, isoliert und von Erwartungen erdrückt fühlt, ohne die Möglichkeit zu haben, diese unangenehme Last der Unvollkommenheit mit anderen zu teilen. So versuchen wir, unserem Leben Gestalt zu geben und einen Weg zu finden, uns weniger unvollkommen und dafür mehr geschätzt und verstanden zu fühlen. Was für Außenstehende sichtbar ist, sind immer die Erfolge, nicht aber die geistigen und körperlichen Anstrengungen, die man in sich trägt. „Das Gras des Nachbarn ist immer grüner“, sagt man in Italien. Aber ist das wirklich so? Oder sehen wir nur das, was unser Auge projiziert, um dieses Gefühl der Unterlegenheit zu rechtfertigen? In der Ausstellung „When Will I Be Enough?“ möchte Marzia Di Carlo von intimen und verborgenen Gedanken erzählen und Geschichten von Scham und Schmerz in Elemente des Austauschs und der Stärke verwandeln. Dafür setzt sie Materialien ein, die zunächst im scheinbaren Widerspruch dazu stehen: bunte Stoffe aus Jute und Wolle, die umhüllen und wärmen. Sie begleiten die Ausstellung mit scheinbarer Leichtigkeit und stützen eine Erzählung, die Raum für kollektive Identifikation schafft. Marzia Di Carlo (* 1993 in Palermo, Italien) ist eine interdisziplinäre Künstlerin. Ihre Arbeit wurzelt in tiefer persönlicher Selbstreflexion und lädt zum offenen Dialog und zur Partizipation der Betrachter*innen ein. Im Zusammenspiel von Sprache und Material erforscht sie Themen wie Verletzlichkeit, Erinnerung und Emotion. Text und Poesie sind zentrale Elemente in ihrem Schaffen und dienen ihr sowohl als Material als auch als Botschaft bei der Erforschung körperlicher, psychologischer und emotionaler Landschaften.
Termine
- 15:00 - 19:00 Uhr
- 15:00 - 19:00 Uhr
- 15:00 - 19:00 Uhr
- 15:00 - 19:00 Uhr
Altersempfehlung
Barrierefreiheit
Zugang ist nur im Erdgeschoss (Raum eins) barrierefrei , weitere Räumlichkeiten nur via Treppe erreichbar. Türbreite ist 1,27 Meter. Keine weiteren Unterstützungsangebote.