Gabriel Wolff: „Zurückgeworfenheit – Sprache nach ihrem Verlust“
Eine Ausstellung im kultur.lokal.fürth im Rahmen des Jewish Music Today Festivals 2026
„Sprache ist der Raum, in dem wir uns selbst und die Welt erfahren“, sagt der bildende Künstler, Kalligraf und Tattoo-Artist Gabriel Wolff. Für ihn ist Sprache gleichzeitig Material und Kunst, die Basis seines künstlerischen Schaffens, das rege Anerkennung findet. Seine Arbeiten auf Papier und Leinwand wurden bereits international ausgestellt – in Europa, den Vereinigten Staaten, Lateinamerika und Taiwan. Jetzt bringt er sie mit ins kultur.lokal.fürth! Während des Jewish Music Today Festivals 2026 kann man Gabriel Wolff vom 7. bis 15. März täglich im kultur.lokal.fürth treffen und ihm bei der Arbeit über die Schulter sehen.
In seinem Werk verbindet Gabriel Wolff hebräische Kalligrafie, Mystik und Migration. Geboren in Dachau und aufgewachsen zwischen München und Jerusalem schöpft er aus einem Erbe, das die Kulturen Osteuropas, Jerusalems und Deutschlands umfasst. Seine Arbeiten erkunden Zugehörigkeit, Entwurzelung und die Wandelbarkeit von Identität durch die Sprache des hebräischen Buchstabens. Bereits mit fünf Jahren begann er, mit dem Kalligrafie-Stift zu arbeiten. Die hebräischen Zeichen wurden für ihn zu einem spirituellen Zufluchtsort jenseits geografischer Grenzen. Um jüdische Geschichten persönlich und provokant zu erzählen, gründete er das Projekt Hebrew Tattoos, in dem er seine Kalligrafie auf die menschliche Haut überträgt. In den vergangenen fünfzehn Jahren entstanden so über zweitausend Werke, die erforschen, wie Schrift Erinnerung, Identität und Transformation verkörpern kann.
Gabriel Wolff, geboren 1982 in Dachau, lebt und arbeitet heute in Berlin. Früh interessierte er sich schon für die Tätigkeit des Sofrim, der traditionellen Torah-Schreiber. Wolffs Arbeiten gehen unter die Haut – seine Tattoo-Entwürfe überträgt er direkt auf die menschliche Haut, aber auch großformatig auf Leinwand und Papier hält er seine Buchstabendliebe fest. Gabriel Wolffs Kunst ist regional und international in Ausstellungen vertreten.
Das Modellprojekt kultur.lokal.fürth bietet Künstler:innen aus der Metropolregion einen Raum, ihre Werke mitten in Fürth zu präsentieren. In den ehemaligen Räumlichkeiten der Tourist Information bietet das kultur.lokal.fürth ein abwechslungsreiches Programm aus Ausstellungen, Installationen und Kulturveranstaltungen. Hier können Besucher:innen, regionale Kunst und Kultur erleben – zentral gelegen, nur wenige Schritte vom Fürther Hauptbahnhof entfernt.
Ein Besuch lohnt sich jederzeit, denn das Programm wird regelmäßig aktualisiert und hält immer wieder Neues bereit.
Informationen
Wo finde ich das kultur.lokal.fürth?
Am Bahnhofplatz 2, 90762 Fürth. Gegenüber des Hauptbahnhofes in den ehemaligen Räumlichkeiten der Tourist-Information.
Wie komme ich am besten hin?
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Der Fürther Hauptbahnhof liegt direkt gegenüber. Dank der guten Anbindung durch U-Bahn, Bus und Zug erreichen Sie das kultur.lokal stressfrei – ganz ohne Parkplatzsuche. Aktuelle Verbindungen und Abfahrtszeiten finden Sie unter: www.vgn.de
Mit dem Fahrrad: Wer umweltfreundlich mit dem Rad unterwegs ist, ist bei uns genau richtig. Rund um den Bahnhofsplatz finden Sie zahlreiche Fahrradständer für einen sicheren und bequemen Abstellplatz.
Mit dem Auto: Direkt an der Fürther Freiheit steht eine großzügige Parkfläche zur Verfügung. Zusätzlich finden Sie vier Parkhäuser in unmittelbarer Nähe, sodass Sie das kultur.lokal auch mit dem Auto ganz unkompliziert erreichen.
Wie hat das kultur.lokal geöffnet?
Die Öffnungszeiten variieren je nach Ausstellung. Informationen stehen dazu im oberen Fließtext.
Kostet das kultur.lokal. Eintritt?
Der Besuch des kultur.lokals ist kostenfrei.
Wo finde ich weitere Informationen zum Programm?
Informationen zu den Öffnungszeiten und zum aktuellen Programm finden Sie direkt im Schaufenster des kultur.lokals, auf der städtischen Website, in derKulturkarte SENF oder hier auf der touristischen Website der Stadt Fürth. Gerne erteilt auch das Kulturamt unter (0911) 974 – 16 88 Auskunft.