Nina Bergler, Janina Czerwinski & Giulia Arezzi: „Thief of Joy“
Weiblichkeit, Körperlichkeit und Transformation – visuelle Kunst, Performance und Vermittlung im kultur.lokal.fürth
Mit der transdisziplinären Performance „Thief of Joy“ laden Nina Bergler, Janina Czerwinski und Giulia Arezzi vom 20. Februar bis 1. März 2026 in das kultur.lokal.fürth ein. Zwischen Physical Theatre, Performance und Installation erforscht das Projekt Formen von neuer und moderner Weiblichkeit und nähert sich transformativ den Themen Identität, Körper und gesellschaftliche Rollenbilder. Ausgangspunkt der Arbeit ist die Frage: Wie entsteht und verändert sich das Bild der Frau – in uns, durch uns und um uns herum? Drei Frauen, drei Perspektiven und ein gemeinsames Thema: Weiblichkeit im Wandel. Zentraler Bestandteil des Projekts ist ein umfangreiches Vermittlungs- und Workshopprogramm, dass die Performance begleitet und erweitert. Die Künstlerinnen öffnen ihre künstlerischen Praktiken für alle Interessierten und schaffen niederschwellige Zugänge zu körperlicher, visueller und diskursiver Auseinandersetzung. Ziel ist es, subversive Räume des gemeinsamen Dialogs sowie der kulturellen Bildung zu eröffnen. Die Workshops folgen einem ganzheitlichen Ansatz und spiegeln die jeweiligen künstlerischen Zugänge der Beteiligten wider: Ein Performance- und Physical-Theatre-Workshop widmet sich Körperarbeit, Präsenz und Ausdruck. Im Häkel-Workshop wird traditionelle Frauenarbeit als kollektiver Kunstprozess neu verhandelt. Der Portrait-Workshop thematisiert Sichtbarkeit und Selbstwahrnehmung durch analoge und digitale Zeichnung. Im Collage-Workshop stehen Fragmentierung und Neubildung von Identität im Fokus. Ergänzt wird das Programm durch einen Dialogabend mit Impulsvortrag zu internalisierter Misogynie und geschlechtlichen Rollenbildern, gefolgt von einer offenen Diskussionsrunde. Als Grundgedanke aller Aktionen zieht sich dabei die Vorstellung, dass die hergestellten Objekte als eigene Kunstwerke der partizipierenden Menschen im Raum sichtbar werden, in die Performance mit einfließen und so die diversen Ausdrucksformen Anerkennung erfahren. Nina Bergler, 1977 in Weiden in der Oberpfalz geboren, begleitet seit 2001 kreative elementare Prozesse und arbeitet als Fachlehrerin für Gestaltung in Nürnberg. Seit 2024 betreibt sie ein offenes Atelier für freies künstlerisches und keramisches Arbeiten. Ihre künstlerische Praxis umfasst Aktionskunst, Performance, Installation und partizipative Formate an der Schnittstelle von Körper, Raum und Material. Giulia Arezzi ist Schauspielerin und Theaterpädagogin mit Ausbildung in Catania und Nürnberg und Schwerpunkt auf experimentellem, performativem und körperbasiertem Theater. Ihre künstlerische Arbeit versteht Theater als Raum des Dialogs zwischen Menschen, Kulturen und Wahrnehmungen. Sie arbeitet als Performerin, Regisseurin und Coachin in Theater-, Performance- und Workshopformaten. Janina Czerwinski ist Masterstudentin der FAU Erlangen-Nürnberg mit Schwerpunkt Kulturelle und Ästhetische Bildung und forscht zu digitalen Medien, Transformation, Subjektbildungsprozessen und Geschlechterkonstruktionen. Ihre wissenschaftlichen Fragestellungen verbindet sie im Sinne einer Artistic Research mit eigenen künstlerischen Arbeiten. Neben Schreib-, Ausstellungs- und Projektarbeiten engagiert sie sich in inklusiven Kunst- und Fotoprojekten sowie in Forschung und Lehre.
Termine
- 16:00 - 20:00 Uhr
- 16:00 - 21:00 Uhr
- 15:00 - 20:00 Uhr
- 18:00 - 21:00 Uhr
- 16:00 - 21:00 Uhr
- 15:00 - 18:00 Uhr
Altersempfehlung
Barrierefreiheit
Zugang ist nur im Erdgeschoss (Raum eins) barrierefrei , weitere Räumlichkeiten nur via Treppe erreichbar. Türbreite ist 1,27 Meter. Keine weiteren Unterstützungsangebote.