Mein Kampf

In 169 Tagen

Auf einen Blick

  • Fürth
  • 18.12.2020
  • 20:00

Farce von George Tabori
Deutsch von Ursula Grützmacher-Tabori

George Taboris Farce „Mein Kampf“ spielt 1910 in einem Männerasyl in der Wiener Blutgasse. Der junge, untalentierte Zeichner Adolf Hitler kommt nach Wien, um Kunst zu studieren. Er trifft auf die Juden Schlomo Herzl und den Koch Lobkowitz, welcher sich für Gott hält. Herzl und Hitler freunden sich an. Der kluge Buchhändler Schlomo Herzl arbeitet an einem Roman, der den Arbeitstitel „Mein Kampf“ trägt. Als Hitler vom Aufnahmegremium der Wiener Kunstakademie abgelehnt wird, tröstet ihn Herzl. Herzls Fürsorge für den traurigen Mann, der nie in seinem Leben geweint hat, geht sogar so weit, dass er ihn zu einer neuen Karriere führt; mit fatalen Folgen für die Weltgeschichte. Der Jude bereitet Hitler auf ein Leben als Politiker vor und überlässt ihm sogar den Titel seines Romans, damit Hitler ihn für seine politische Schrift verwenden kann. Schließlich verwandelt Herzl ihn auch äußerlich in den Adolf Hitler, den die Geschichtsschreibung kennt. Tabori ist mit seiner Farce das große Kunststück gelungen, den Täter und das Opfer miteinander zu versöhnen, indem sie gezeigt werden, bevor sie zu diesen wurden: Täter und Opfer als traumatische Einheit, die das Theater als Zeitmaschine möglich macht. „Schlomo und Hitler“, betonte Tabori einmal, „sind Teile von einem Traum, eine Art directed dream. Sie besitzen ihre Autonomie und tauschen die Rollen. Man hat so viele Ichs in sich, so viele Figuren, es ist das große Welttheater, jedes Leben.“ „Mein Kampf“ ist nach zuletzt Urs Widmers „Top Dogs“, zur Spielzeiteröffnung 2018/19, die fünfte Zusammenarbeit der Fürther Bagaasch Ensemblebühne mit dem Stadttheater Fürth.

Allgemeine Informationen

Preisinformationen

18,00 €

 

 


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