Jüdische Barockmusik?

In 72 Tagen

Auf einen Blick

  • Fürth
  • 01.12.2021
  • 19:30

Wie definiert man jüdische Musik? Hierauf gibt es keine klare Antwort. Denn aufgrund der durch die Diasporasituation entstandenen regionalen Varianten, der verschiedenen Ausformungen von Selbstidentifikation, Akkulturation und Assimilation in der Musik, gibt es nicht die jüdische Musik, sondern sehr viele verschiedene Stile, beeinflusst und geprägt von der Kulturgeschichte des jeweiligen Jahrhunderts. Dies betrifft nicht nur die weltliche Tradition, sondern auch die Musik der Synagoge. In diesem Konzert liegt der Fokus auf Werken des 17. und 18. Jahrhunderts aus Mantua und Venedig. Diese beiden Orte waren zu dieser Zeit das Zentrum einer jüdischen Musikkultur, die personell und stilistisch komplett in die damalige westeuropäische Kunstmusik integriert war. Erfasst vom Geist der Renaissance blühte in Norditalien, vor allem aber am Hofe der Gonzaga in Mantua ein reges musikalisches Leben, an dem jüdische Künstler bedeutenden Anteil hatten. Vor allem ist hier Salamone di Rossi (1550–1630) zu nennen, der als einer der ersten Sonaten für Melodieinstrumente und Basso Continuo geschrieben hat. Darüberhinaus schuf er ein einzigartiges Werk: die drei- bis achtstimmige Vertonung der Lieder Salomos, der Psalmen. Beides, kunstvolle Sonaten für zwei Flöten und Cembalo verschiedener Komponisten, sowie Psalmenvertonungen von Rossi werden in dem Konzert zu hören sein.

Werke von Giacobbe Bassevi Cervetto, Cristiano Giuseppe Lidarti, Benedetto Marcello, Salomone di Rossi und Marco Uccellini M. Carmen Fuentes & Marcos Fregnani, Flöten / Susanne Hartwich-Düfel, Orgel / Franziska Bobe, Sopran / Ingeborg Schilffarth, Alt / Manuel Krauß, Bass

Kirchenplatz4

90762 Fürth


Webseite: www.kirchenmusiktage.de

Allgemeine Informationen

Preisinformationen

15,00 € / ermäßigt: 10,00 €

 

 


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