Die verlorene Ehre der Katharina Blum

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Auf einen Blick

  • Fürth
  • 09.05.2020
  • 19:30

Bühnenstück von Margarethe von Trotta nach der Erzählung von Heinrich Böll

Die 1974 erschienene Erzählung „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ von Literatur-Nobelpreisträger Heinrich Böll (1917 – 1985) entstand im Kontext der Auseinandersetzung mit linkem Terrorismus und thematisiert die Hetzkampagnen der Presse gegen mutmaßliche Sympathisanten. 1975 wurde das Buch in der Regie von Volker Schlöndorff und Margarethe von Trotta verfilmt. Kurz danach schrieb Margarethe von Trotta auch eine Bühnenfassung, die am Stadttheater Fürth von Andreas von Studnitz neuinszeniert wird.
Die Zuschauer des Stücks werden Zeuge des Spießrutenlaufs der Hausangestellten Katharina Blum, die im Kölner Karneval den polizeilich gesuchten Ludwig Götten kennenlernt und sich in ihn verliebt. Nach einer gemeinsamen Nacht verhilft sie ihm zur Flucht, woraufhin sie von Polizei und Staatsanwaltschaft in die Mangel genommen wird. Ein mächtiges Massenblatt, das freien Zugang zu den Vernehmungsprotokollen erhält, stellt Blum sofort an den Pranger, schreckt vor Verdrehungen und hetzerischer Meinungsmache nicht zurück und zerstört letztlich ihre soziale Existenz.
Auf eindringliche Weise protestierte Böll mit diesem Werk gegen den Menschen verachtenden Sensationsjournalismus. Der Stoff hat nichts von seiner damaligen Aktualität zu Zeiten der Roten Armee Fraktion (RAF) eingebüßt. Im Gegenteil, in einer Welt zunehmender medialer Verrohung durch Internet, Facebook und Co. sind Figuren wie Katharina Blum Diffamierungskampagnen heute noch wehrloser ausgesetzt als vor 50 Jahren.

Allgemeine Informationen

Preisinformationen

Preiskategorie 1

35,00 €

 

 

Preiskategorie 2

33,00 €

 

 

Preiskategorie 3

29,00 €

 

 

Preiskategorie 4

23,00 €

 

 

Preiskategorie 5

11,00 €

 

 


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