Viertel hinter dem Rathaus

Geschlossene Straßenzüge des Klassizismus und Historismus sind das Besondere des Viertels hinter dem Rathaus.

Es entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Planmäßig wurde ab 1850 für die wachsende Bevölkerung ein neuer Stadtteil in rechtwinkligem Raster angelegt.

Er erstreckt sich von der Rosen- bis zur Theresienstraße. Alle Variationen des Klassizismus kann man hier finden: vom ganz einfachen in der Rosen- und Blumenstraße bis zum reich verzierten Spätklassizismus in der Mathilden- (Nr. 17-21) und Maxstraße (Nr. 3-11). Die Theresienstraße ist an ihrer Nordseite geschlossen im Historismus gebaut.  

Trotz des geometrischen Rasters kommt nie Eintönigkeit auf. Blickendpunkte aus Seitenstraßen und Geländeabfall sorgen für Abwechslung. An den Straßenkreuzungen entstanden kleine Plätze, die zur Erbauungszeit, als es noch keinen Autoverkehr gab, die Funktion von Treffpunkten hatten.

In den Höfen hinter den Sandsteinhäusern befanden sich Gewerbebetriebe, Werkstätten und kleine Fabriken. Doppelflüglige Tore für die Transportwagen weisen darauf hin. Wohnen und Arbeiten gehörten in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts noch zusammen. Inzwischen wurden viele Höfe bepflanzt und bieten als grüne Oasen mitten in der Stadt eine besondere Wohnqualität.

Das Viertel hinter dem Rathaus ist ein ganz besonderes Baudenkmal des 19. Jahrhunderts, das, anders als Hornschuchpromenade und Königswarterstraße, das Leben und Wohnen der Mittel- und Unterschicht wiederspiegelt.

(Quelle: 1000 Jahre Kleeblattstadt Fürth, 2005)

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